San Francisco / USA 1997
San Francisco hat ca. 800.000 Einwohner und liegt am nördlichen Ende einer Halbinsel, die westlich durch den pazifischen Ozean, im Norden durch die Meerenge Golden Gate (Goldenes Tor), die in die Bucht von San Francisco führt, und in östlicher Richtung durch die Bucht von San Francisco begrenzt wird. Die Stadt hat eine Länge und Breite von 11 Kilometern. Es bietet sich regelrecht an San Francisco zu Fuß zu erlaufen. Gutes Schuhwerk ist deshalb wichtiger als ein Mietwagen.  Die Innenstadt zwischen Market Street, Union Square, Chinatown und Fisherman's Wharf sollte man am besten zu Fuß oder mit einer der Cable Cars Linien erkunden. San Francisco, die Stadt der Hügelm bietet für jeden etwas. Es ist eine Stadt in der man das Gefühl hat es gibt keine Hektik. Der Zeitunterschied beträgt MEZ minus 9 Stunden. Sommerzeit ist von April bis Oktober. 

 
China Town 
Das Eingangstor zum Chinesenviertel an der Grant- und Bush Street wird durch zwei Drachen gekrönt. Hinter diesem Tor beginnt für den Besucher eine andere Welt. Es ist die größte chinesische Enklave ausserhalb Asiens. Etwa 80.000 Menschen wohnen in dieser chinesischen Gemeinde. Das chinesische Neujahrsfest zwischen Januar und März sollte man sich vormerken. Dieses Fest dauert eine Woche und füllt jede Straße mit Paraden, den Laternen aus Papmaché und endlosen Drachen. Der Duft von Ingwer und Ginseng schwebt über diesem Viertel. Wenn Sie einen faszinierenden Blick in die Geschichte Chinatowns werfen möchten, besuchen Sie die Chinese Historical Society of America. In der direkten Umgebung von Chinatown liegt die moderne Transamerica Pyramid mit 48 Etagen.

 
Transamerica Pyramid
A.P.Giannini, der um die Jahrhundertwende die Bank of Italy gründete, ist wohl der bekannteste Banker San Franciscos. Giannini hatte während des Erdbebens 1906 die gesamten Bankeinlagen auf Obst- und Gemüsekarren versteckt. Nach der Erdbebenkatastrophe war er einer der ersten Bankiers, der Geld an seine Kunden auszahlen konnte. Aus der Bank of Italy wurde schließlich die Bank of America. Heute befindet sich die Zentrale in einem 52 Stockwerk hohen Wolkenkratzer aus rotem Kanreolmarmor. Dazwischen ragt die achtundvierzig Etagen hohe "Transamerica Pyramid" hervor. Das Gebäude hat sich sehr zum Verdruß der Einheimischen zu einem Symbol von San Francisco entwickelt. 
Alcatraz
Obwohl seit 1963 Alcatraz kein Staatsgefängnis mehr ist, laufen einem bei dem Besuch der Insel kalte Schauer über den Rücken. 61000 Quadratmeter groß liegt diese Insel umgeben von eiskaltem Wasser und starken Strömungen direkt vor San Francisco. Niemandem gelang lebend die Flucht. Al Capone, Pretty Boy Floyd waren nur ein paar der berühmten Gefangenen. Für die Gefangenen war es sicher die härteste Strafe das pulsierende Leben der Stadt San Francisco aus einer Gefängniszelle betrachten zu müssen. Alcatraz ist heute Teil des Golden Gate Erholungsgebietes  (Golden Gate Recreation Area) 
Golden Gate Bridge
Die Golden Gate Bridge wurde von dem Brückenbauingenieur Joseph Strauss in einer wahren Meisterleistung erbaut. Sie verbindet San Francisco mit Marin County. Im Mai 1937 wurde sie dem Verkehr übergeben. Täglich überqueren mehr als 100.000 Fahrzeuge diese Brücke. Die Länge beträgt ca. 1.280 Meter. Die Brücke sieht schon auf Bildern imposant aus. Man sollte sie jedoch ganz zu Fuß überqueren. Zwischen den Pfeilern schwankt die Fahrbahn teilweise ganz ordentlich. Man hat von dort einen phantastischen Blick auf die Bucht von San Francisco. 
Cable Cars
Am 1. August 1873 wand sich der erste Cable Cars mit seinem Erfinder Andrew Hallidie den Nob Hill hinauf. Das Streckennetz wurde auf acht Linien mit einer Gesamtlänge von knapp 180 km ausgebaut. Das Erdbeben von 1906 zerstörte einen Teil dieses Streckennetzes, das niemals wieder erneuert wurde. Der Cable Cars- ein Stück San Francisco - blieb weiter in Betrieb und wurde 1964 unter Denkmalschutz gestellt. Drei Linien gibt es heute noch; die Powell-Hyde, Powel-Mason und die California. Derzeit fahren auf dem 27 km langen Streckennetz noch 37 Cable Cars. Die Geschwindigkeit beträgt 15 km/h. Durch den Zug an einem Schalthebel klinkt eine Art Zangengriff in das unter der Straße laufende Seil ein. Das Seil wird in der Cable Cars Barn angezogen und aufgerollt. Cable Cars Barn ist ein historisches Gebäude in der Washington- und Mason Street. HIer befindet sich auch eine Cable Cars Ausstellung. Die Cable Cars haben keinen Rückwärtsgang und müssen vom Fahrer an der Endstation von Hand auf einer Drehscheibe gewendet werden.
Viktorianische Häuser
Am 18. April 1906 wurde San Francisco von einem Erdbeben der Stärke 8,3 erschüttert. Das Beben dauerte nur wenige Minuten, die Wirkung war jedoch verheerend. Drei Tage wüteten die Brände, da die Wasserleitungen zerborsten waren. Ganze Häuserzüge mussten gesprengt werden. Einige der viktorianischen Häuser- ein Wahrzeichen San Franciscos- blieben unversehrt, während andere rekonstruiert wurden.Als ein Tribut an die Zimmermannskunst hat man diese Häuserzeilen Ende des 19. Jahrhunderts in vier Grundstilarten errichtet.; im italianisierten, georgischen, ländlichen und im Queen Anne Stil. Die Häuser zeigen Details wie Giebel-oder türmchenbedeckte Dächer, große Erkerzimmer mit Buntglasfenstern, ionische, korinthische und glatte Säulen, verzierte Giebel, hölzerne Schnitzarbeiten und in frischen Farben gestrichene Veranden.
Golden Gate Park
Über 50 Jahre - von 1890 bis 1943 - wurden vier Millionen Quadratmeter Sanddünen in den grünen und sehr schönen Golden Gate Park umgewandelt. Hier findet man auch die berühmten Redwoodbäume.Tropische Planzen findet man im Conservatory of Flowers - ein viktorianisches Gewächshaus. Wunderschön ist der "Japanische Teegarten". Kleine anmutige Brücken führen über Goldfischteiche, die mit Bonsai und anderen exotischen Planzen sowie Kirschbäumen umgeben sind.