Von Dresden nach Bad Schandau 2005

 
Direkt unterhalb der "Brühlschen Terrasse" dem "Balkon Europas" liegen die Raddampfer vor Anker.
Das Wetter verspricht einen wunderschönen Ausflug. Strahlend blauer Himmel erwartet uns als wir am Liegeplatz angekommen sind. Die "Meissen" soll uns nach Bad Schandau bringen.
Zum Glück sind wir frühzeitig vor der Abfahrt da, als 3 vollbesetzte Reisebusse den Parkplatz ansteuern. 
Pünktlich um 10.00 Uhr wird der Anker gelichtet und die Meissen nimmt Fahrt auf.
 

 
Kurz darauf können wir einen wunderbaren Blick auf die 3 Elbeschlösser geniessen. Hoch über der Elbe am Loschwitzhang passen sich die Schlösser perfekt in die Landschaft ein.
Schloß Albrechtsburg wurde römischen Villen nachempfunden.
Das Lingner-Schloß, früher Villa Stockhausen wurde 1906 von dem erfolgreichen Industriellen Karl August Lingner erworben.
Schloss Eckberg wurde im englischen Tudorstil erbaut. Der prächtige Ausblick auf die Elbe ist wie geschaffen für ein Wochenende zu zweit.
 
Schloß Albrechtsburg Lingner-Schloß Schloß Eckberg Blick auf die 3 Schlösser

 
Vorbei geht es nun an der Loschwitzer Schwebebahn, welche von 1898-1901 erbaut wurde.
Auf 274 m wird ein Höhenunterschied von 84 m überwunden.
 

 


 
Das Blaue Wunder ist die wohl bekannteste Brücke Dresdens. Die Spannweite beträgt 141,5 Meter, die Gesamtlänge beläuft sich auf 226 Meter. Fahrbahnbreite 11 Meter. Gewicht 3.500 Tonnen. 
 

 
Nach dem Blauen Wunder passieren wir nun den Dresdener Fernsehturm. Vorbei an Pappritz, Nieder-Poyritz, Laubegast und Hosterwitz steuern wir das Schloß Pillnitz an.

 
August der Starke ließ das Schloß Pillnitz 1720-1723 für seine Mätresse Gräfin Cosel bauen. Im Schloß und Schloßpark finden heute viele kulturelle Veranstaltungen statt. Aussteigen lohnt sich also. Zu den Anziehungspunkten des Parks die Prunkgondel aus dem 19. Jahrhundert und die japanische Kamelie.
 

 
Die Canaletto-Stadt Pirna ist die nächste Haltestation des Raddampfers. Pirna ist das Tor zur Sächsischen Schweiz.
Rund um den Marktplatz liegen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Hier steht auch das sogenannte Caneleto-Haus.
Die Kirche St. Marien mit dem 60 Meter hohen Turm beherrscht das Stadtbild von Pirna. Erst im 18.Jahrhundert gewann das Elbsandsteingebirge an Bedeutung. Das Schloß Sonnenstein steht seit dem 16. Jahrhundert auf einem Sandsteinausläufer.
 

 
Wehlen ist die nächste Station auf unserem Weg nach Bad Schandau. Diese Stadt gehört zu den kleinsten Städten Sachsens. Alleine das Heimatmuseum ist schon einen Besuch in Wehlen wert. Die Ausstellung liefert Informationen über die Entwicklung der Elbschiffahrt, das Innungswesen und das Weberhandwerk.
 

 
Die Bastei gehört zu den bekanntesten Naturdenkmälern Deutschlands.
Sie liegt auf der rechten Elbseite oberhalb des Ortes Rathen.

Über felsige Wege gelangen Sie über die Basteibrücke zur Felsenburg. Diese Steinbrücke ist 76,5 m lang und überquert die Mardertelle, somit schafft sie eine Verbindung zwischen der Felsenburg Neurathen und der Bastei in einer Höhe von 165 m über der Elbe.

Der Zugang zur Felsenburg war im Mittelalter über eine hölzerne Zugbrücke möglich. 1850-1851 wurde die heute stehende steinerne Basteibrücke gebaut. Sie ist eines der Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
 

Nun erreichen wir Rathen. Der Kurort Rathen liegt elbaufwärts südlich von Dresden, nämlich dort wo einst das Kreidemeer den Sandstein ablagerte. 
Die Elbe und ihre Zuflüsse liessen eine Erosionslandschaft mit senkrechten Felsen, Riffen und tiefen Schluchten.
Hinter Rathen in einem Seitental liegt die berühmte Felsenbühne, das schönste Naturtheater Europas.

Im Jahre 1938 wurden die ersten Karl May Spiele mit dem Schatz im Silbersee auf der Felsenbühne aufgeführt.
Heute gibt es auch noch Stücke von Carl-Maria Weber, Shakespeare und anderen zu sehen.

In Rathen treffen sich nicht nur Theaterfreunde sondern auch Wanderer, Bergsteiger und Spaziergänger.
 


 
Nach den impossanten Blicken auf die Bastei fahren wir nun weiter Richtung Königstein am Fuße der Burgfestung Königstein.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Festung Königstein erbaut. Bis heute hat sie noch ihre Ursprungsform. 

Die Festung Königstein während eines schwedischen Angriffs im 30-jährigen Krieg uneinnehmbar. Deshalb wurde die Stadt Königstein bis auf die Grundmauern zerstört. 

Die Festung wurde als sächsisches Staatsgefängnis genutzt und erlangte dadurch eine wichtige Bedeutung.
August der Starke befahl in den Jahren 1706/07 Johann Friedrich Böttger in dem ältesten Teil der Festung festzuhalten, um künstliches Gold herzustellen. Johann Friedrich Böttger erfand jedoch nicht das Gold, dafür aber das europäische Porzellan. 
Die Burgfestung Königstein muss man einfach bei einem Rundgang erleben. Geniessen sie die einzigartige Aussicht und erfahren sie viel über die sächsische Geschichte und Baukunst.
 
 


 
Nun nähern wir uns dem Ende der Reise. Bad Schandau kommt in Sicht.
Bad Schandau ist einer der größten Kurorte der Sächsischen Schweiz. Hier gibt es gut ausgestattete Kurkliniken.
Die Umgebung um Bad Schandau lädt geradezu zu Wandertouren ein. Das romantische Kirnitzschtal sollte man auf jeden Fall erwandern. Zurück kann man mit der Kirnitzschtal-Bahn fahren.