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Der Space Shuttle
ist ein Fahrzeug aus wiederverwendbaren Baugruppen und einem "Wegwerftank“,
der in Louisiana gefertigt und per Schiff zum Hafen Port Canaveral gebracht
wird. Beim Start ist das Gesamtsystem rund 56 m hoch und über 2.000
t schwer. Am Außentank (47 m Länge und 8,4 m Durchmesser), der
mehr als
720 t Flüssigwasserstoff
und Flüssigsauerstoff enthält, sind zwei Feststoffraketen angebracht.
Jede dieser schubstarken Raketen ist bei einem Durchmesser von rund 3,8
m etwas über 45 m lang. Rund zwei Minuten liefern diese Zusatzbooster
den nötigen Startschub, um das schwere Fahrzeug überhaupt vom
Boden abheben zu lassen. Sind sie ausgebrannt, werden sie abgestoßen
und gleiten an Fallschirmen zur Erde zurück. Nach der Wasserung im
Atlantik werden sie von Spezialschiffen geborgen und zur Wiederaufbereitung
zum Hersteller gebracht.
Bild:
NASA
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Bild:
Kurt Jähnig
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Der eigentliche
Shuttle, der sogenannte Orbiter, mit seiner bis zu achtköpfigen
Besatzung sitzt auf dem Außentank. Von dort werden seine drei großen
Haupttriebwerke im Heck mit den Treibstoffen versorgt. Sie arbeiten etwa
achteinhalb Minuten.
Danach wird der
leere Tank abgeworfen. Kleinere Triebwerke in der Raumfähre selbst
übernehmen schließlich den Einschuss in eine stabile Erdumlaufbahn. |
Bild:
NASA
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Am 18. Februar
1977 startete erstmals ein Shuttle-Orbiter, die Testfähre Enterprise,
auf dem Rücken eines Jumbo-Jets Boeing B747 zu einem unbemannten Testflug
und am 12. August 1977 wurde die Enterprise, gesteuert durch die Astronauten
Fred Haise und Charles Fullerton erstmals vom Trägerflugzeug abgesetzt
und konnte sicher auf der Edwards Luftwaffenbasis in Kalifornien landen.
Nach weiteren
vier derartigen Absetzflügen von der Boeing war der Weg frei für
den Weltraumeinsatz. Doch es sollte noch bis zum April 1981 dauern, bis
sich erstmals eine bemannte Raumfähre in den Himmel über Cape
Canaveral erhob.
Zu groß
waren die technischen Herausforderungen, die gemeistert werden mussten,
um ein wiederverwendbares Raumschiff einsatzbereit zu machen. Viele tausend
Zuschauer hatten am 12. April 1981 den Weg zum Cape gefunden, um bei diesem
historischen Augenblick dabei zu sein, als sich die Columbia auf ihren
Weg ins All machte.
Bild:
NASA
Auch heute noch findet
jeder Shuttle-Start großes Interesse und eine Vielzahl von Menschen
reist zum Cape, um einen solchen beeindruckenden Shuttle-Start mitzuerleben.
Wer schließlich schon einmal das Glück hatte, einen Shuttle
starten zu sehen, wird davon tief beeindruckt sein und dieses Erlebnis
nie vergessen. Besonders beeindruckend, schon fast künstlerisch ist
es, wenn ein Shuttle in der Dunkelheit der Nacht startet und das Cape,
den Strand von Cocoa Beach und einen Teil der Ostküste bis hinauf
nach Carolina in gespenstisches Licht taucht.
Bild:
NASA
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Bild:
NASA
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Bild:
NASA
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