 |
Das Kennedy Space
Center (KSC) wurde in den 60er Jahren in mitten eines ausgedehnten Naturschutzgebietes
in den Sümpfen von Florida errichtet.
Zunächst
könnte man einen krassen Widerspruch zwischen Natur und Technik vermuten,
und die Frage dürfte sich stellen, warum man ausgerechnet in der unberührten
Natur mit ihrer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren eine Abschussanlage
für Raumfahrzeuge errichten musste? So merkwürdig es erscheinen
mag, aber das KSC war für die vielen seltenen Pflanzen und Tiere die
Rettung.
Über 340
Quadratkilometer Fläche umfasst das KSC (hinzu kommen rund 230 Quadratkilometer
Sumpfgelände und Wasserflächen, die den benachbarten Gemeinden
oder dem Staat Florida gehören, aber unter der Verwaltung der NASA
stehen), wovon aber nur ein kleiner Teil tatsächlich für die
Gebäude, Startrampen, Straßen, Eisenbahnlinien und sonstige
Bodeneinrichtungen benötigt wird. Der Rest ist aufgrund der hohen
Sicherheitsbedürfnisse in der Raumfahrt unberührte Natur, die
weder bebaut noch anderweitig genutzt werden darf. Lediglich ein Teil dieser
Flächen ist für die Landwirtschaft freigegeben. Der große
Rest steht aber der Natur im vollen Umfang zur Verfügung. Für
die Ansiedlung von Menschen oder Industrie ist das gesamte Gelände
gesperrt - die Rettung für das Naturschutzgebiet.
Das Kennedy Space
Center umfasst in groben Zügen ein großes Industrie- und Verwaltungsgebiet
für die Vorbereitung von Raumfahrzeugen und die Steuerung des gesamten
Betriebes, Montagegebäude für den Zusammenbau des Space Shuttles,
zwei Startrampen, die durch gewaltige Transportwege mit dem Montagegebäude
verbunden sind, eine Landepiste für Transportflugzeuge und die Space
Shuttle Orbiter sowie zahlreiche kleinere Einrichtungen zur Unterstützung
des Gesamtkomplexes.
|