Die Challenger-Katastrophe STS-051L
 
Benannt nach einem britischen Schiff, das um 1870 den Atlantik und den Pazifik durchquerte, war die Challenger zunächst lediglich als Testobjekt geplant: Das auf Gewichtsersparnis ausgelegte Gerüst des Orbiters wurde elf Monate lang intensiven Vibration ausgesetzt, wie sie bei Start oder Landung entsehen können.

Vertraglich hatte die Nasa der Herstellerfirma Rockwell zugesichert, zwei richtige Raumfähren bauen zu lassen. Während die Columbia als erstes Shuttle auch tatsächlich ins All abhob, sollte der Ur-Orbiter Enterprise für immer am Boden bleiben:
Die Challenger, deren Wurzeln bereits bis ins Jahr 1975 zurückreichen, bekam eine zweite Chance.

Der Umbau vom Versuchsobjekt zur Raumfähre dauerte fast drei Jahre. Im Juni 1982 verließ die Challenger voll flugtauglich die Werft in Palmdale, zehn Monate später, am 4. April 1983, startete sie zu ihrem Jungfernflug. Bei neun Flügen umkreiste die Raumfähre 987 Mal die Erde und verbrachte über 69 Tage im All.

Zunächst hauptsächlich als Transporter für Satelliten benutzt, brachte die Challenger nicht nur die erste Amerikanerin, sondern später auch dreimal das Weltraumlabor Spacelab ins All - zuletzt die D1-Mission mit den deutschen Astronauten Ernst Messerschmid und Reinhard Furrer. Der folgende Flug sollte ihr letzter werden.

Der 28. Januar 1986- Ein schwarzer Tag für die bemannte Raumfahrt.

Francis Scobee (46) , Ellison Onizuka (39) , Judith Resnik (36) , Ronald Mc Nair (35) , 
Michael Smith (40), Christa McAuliffe (37) , Gregory Jarvis (41)

verlieren ihr Leben bei der Challenger-Katastrophe.

Christa McAuliffe sollte die erste Lehrerin im Weltall sein. Sie hatte sich als High-School Lehrerin auf ein von Präsident Reagan ins Leben gerufene Programm "Lehrer im Weltall" beworben. Sie sollte an Bord zwei Unterrichtsstunden abhalten, die live in alle Schulen der USA übertragen werden sollten.

Es kam jedoch nicht mehr dazu. Die zweifache Mutter Christa McAuliffe sowie die anderen Astronauten starben am 28. Januar 1986 in den frühen Morgenstunden an Bord der Challenger.

Bild:NASA

Bild:NASA

Bild:NASA
Challenger- dieser Name sollte von nun an für die größte Katastrophe in der Geschichte der bemannten Raumfahrt stehen.

Wie die Untersuchungen ergaben, war die Kabine der Crew in einem Stück weggesprengt worden. Die Besatzung wurde dabei vermutlich durch den Druckverlust zunächst nur bewußtlos und kam erst durch den Aufprall auf der Meeresoberfläche ums Leben.

Der Grund für die Explosion der Challenger waren Dichtungsringe an den Feststoffraketen. Ein weiterer Grund war die extreme Kälte vor dem Start, die das aus einem synthetischen Gummimaterial bestehende Gummimaterial hart und spröde werden lies. Die NASA setzte bis 1988 alle geplanten Shuttleflüge aus.

Die Challenger war explodiert und mit Ihnen das Leben von 7 Astronauten ausgelöscht worden.

Bild:NASA
Zum Gedenken an die 7 Astronauten wurde in 2000 ein Challenger License Plate herausgebracht.
Dieses Plate hat einen Platz in meiner Weltraumsammlung gefunden.
Ebenso wurden die Namen der Astronauten auf dem Astronauts Memorial aufgebracht. Dieses Memorial wurde von den Bewohnern Floridas gespendet. Es ist ein riesiger Spiegel, aufgebaut im Kennedy Space Center. Der Spiegel wird so durch die Sonne angestrahlt, dass die Namen der Astronauten aus dem Weltall lesbar sind.