Wanderungen im Thüringer Wald


Bild: http://www.thuringia-online.de/session/main.html

"Schneekopf (978 m ü.N.N.)"
Der Schneekopf, der zweithöchste Gipfel des Thüringer Waldes liegt 978 m über N.N. und nordwestlich der Schmücke. 

Bis weit nach Franken hinein sichtbar ragt die Bergkuppe mit dem hohen Fernmeldeturm in den Himmel und grüßt das Thüringer Land.
Wie der benachbarte Große Beerberg (982 m. ü.N.N.) liegt der Schneekopf im Zentrum des Thüringer Waldes.
Unterhalb des Gipfels befindet sich ein 38,5 ha großes Naturschutzgebiet.

Nachdem der Schneekopf nicht mehr militärisch von den Russen genutzt werden kann, ist er nun ein beliebter Aussichtspunkt in den Thüringer Wald.

Der Schneekopf ist vulkanischen Ursprungs und besteht aus Porphyr.

Der Schneekopf ist zum Glück nur zu Fuß zu erreichen. Etwa 1,5 km vom Gipfel entfernt stehen an der Straße Oberhof / Rondell - Schmücke sowie direkt an der Schmücke ein paar Parkplätze zur Verfügung.
Von Gehlberg dauert der Aufstieg entlang der alten Schmücke-Straße, vorbei am Wasserwerk und dann über den Rastplatz "Güldene Brücke auf 864 m ü.N.N. knapp 1 Stunde. 
Im Winter wird diese Route auch als Skiwanderweg genutzt.

Auf dem Schneekopf angekommen wird man bei der Rast mit einem unbeschreiblichen Panoramablick für die Mühen belohnt.

Nördlich vom Schneekopf kann man bei entsprechender Wetterlage den Brocken erkennen.
In nordwestlicher Richtung liegt ca. 150 Höhenmeter tiefer Oberhof. Oberhof ist ca. 5 Kilometer entfernt. Auch die Talbrücke "Wilde Gera" der Thüringer-Wald-Autobahn ist vom Schneekopf aus zu sehen. Die größte Bogenbrücke Deutschlands (Spannweite: 252 m), bietet einen beeindruckenden Anblick.

In südöstlicher Richtung sieht man vom Schneekompf zwei weitere 900er Berge des Thüringer Waldes.
944 m ü.N.N. ist der Große Finsterberg und 967 ü.N.N. ist der Teufelskreis zu sehen.
In westlicher Richtung sieht man den höchsten Berg des Thüringer Waldes, den Großen Beerberg auf 982 m ü.N.N. Rechts am Großen Beerberg vorbei hat man einen Blick auf die Hohe Röhn mit der auf 950 m ü.N.N. liegenden Wasserkuppe. Der Hermannsberg, der Große Inselsberg ist ebenfalls auszumachen.

Er verdeckt teilweise die Sicht auf die Rhön. Rechts am Beerberg vorbei sieht man in ca. 70 km Entfernung Teile der Hohen Rhön mit der Wasserkuppe (950 m). In nordwestlicher Richtung, entlang des Hauptkammes des Thüringer Waldes, kann man so markante Berge wie den Ruppberg, den Hermannsberg und den Großen Inselsberg ausmachen. 
 

Noch etwas zur Geschichte des Berges : (nach Informationen des Schneekopfvereins)

1690 Jagdunfall am Fuße des Schneekopfes 
1772 Errichtung einer Hütte durch Herzog Ernst II von Sachsen-Gotha-Altenburg auf dem Berggipfel 
1780 J. W. v. Goethe weilt auf dem Schneekopf 
1804 Bau eines festen Gebäudes (Kreiserhaus) 
1824 Aufstellung des hölzernen Aussichtsturmes 
1852 Bau eines 22 m hohen steinernen Aussichtsturmes, Turmoberkante 1000 m ü NN 
1938 Errichtung von Militäranlagen durch die Deutsche Wehrmacht 
1945 Amerikanische Truppen besetzen den Berg; Zerstörung der militärischen Anlagen 
1950 Errichtung der „Gehlberger Hütte“ 
1958 Bau des Fernmeldeturmes 
1960 Der Schneekopf wird militärisches Sperrgebiet und einer der wichtigsten Horchposten des Warschauer Paktes gegenüber der NATO. 
1970 Sprengung des 1852 erbauten Turmes durch sowjetisches Militär 
1990 Aufhebung des Sperrgebietes am Schneekopf 1. Jägersteinfest des Schneekopfvereines 
1994 Abzug der letzten russischen Militärangehörigen 
1996 Beendigung der Abrissarbeiten, Beseitigung russischer Altlasten, Übergabe der Liegenschaft an Landesforstverwaltung Thüringen 
1997 Besucherführung zum Schneekopf entsteht (Wegebau, Aussichtspunkte, Bepflanzung, Windrose)