| Die
Dresdner Frauenkirche
|
 |
1726
- 1743
Grundsteinlegung
am 26. August 1726
Nach
Plänen des Ratszimmermeisters George Bähr (1666 -1738) wird die
neue Frauenkirche als Nachfolgebau der alten Kirche "Unser Lieben Frauen"
unmittelbar neben dem Standort der 1727 abgebrochenen alten Frauenkirche
errichtet.Finanziert wurde das Vorhaben durch die Dresdner Bürgerschaft.
George
Bähr stammte aus dem Erzgebirge. Er starb 1738 noch vor der Fertigstellung
seiner Frauenkirche. Auf dem Dresdner Johannisfriedhof wird er beigesetzt.
|
|
|
|
|
| Die
große Steinkuppel der Frauenkirche wurde als großes Wagnis
angesehen, da die Statik nicht gesichert war. Sie sollte ursprünglich
aus Holz bestehen. Diese einzigartige und originelle Kuppelkonstruktion
überstand 1760 den Artilleriebeschuss der Preussen im Siebenjährigen
Krieg und den Bombenhagel im Februar 1945. Das Feuer im Inneren der Kirche
ließ die Kuppel erst einstürzen. |
 |
|
|
|
|
| 1734
Am
28. Februar findet der erste Gottesdienst in der noch nicht fertig gestellten
Kirche statt. |
|
|
|
|
| 1736
Am
25. November wird die Orgel von Gottfried Silbermann (1683 - 1753) geweiht.
Johann
Sebastian Bach selbst spielt am 1. Dezember anlässlich seiner Ernennung
zum Sächsischen Hofkomponisten auf der Orgel. |
|
|
|
|
|
| 1738
George
Bähr stirbt am 16. März und wird auf dem Dresdner Johannisfriedhof
beigesetzt. Die 12.000 Tonnen schwere Sandsteinkuppel der Frauenkirche
wird von seinen Mitarbeitern Johann Georg Schmidt (1707-1774) und Johann
Gottfried Fehre (1685 - 1753) fertig gestellt.
|
|
|
|
|
|
1743
Nachdem
der Turmkopf und das Kreuz mit Strahlenkranz am 27. Mai aufgesetzt ist,
ist der Neubau der Frauenkirche vollendet. |
|
|
|
|
|
1760
Die
Kuppel übersteht den 3 tägigen Beschuss durch die preußischen
Kanonen im Siebenjährigen Krieg.
|
|
|
|
|
|
| 1859
Die
sterblichen Überreste von George Bähr werden in die Katakomben
der Frauenkirche überführt. |
|
|
|
|
| 1938
- 1942
Generalsanierung
der Kirche |
|
|
|
|
|
|
| 1945
Bei
der Bombardierung Dresdens durch US-amerikanische und britische Flugzeuge
in der Nacht vom 13. auf 14. Februar brennt die Kirche aus. Erst eineinhalb
Tage später stürzt die Kuppel am Vormittag des 15. Februars ein. Zwei
Bauteile, der Chor und die Außenmauer des nordwestlichen Treppenturmes
ragen anklagend über dem Trümmerberg auf.
|
|
|
|
|
|
|
| 1948
- 1951
In
diesen und den folgenden Jahren geht es darum, die Ruine vor unkontrollierter
Beräumung zu bewahren. Das gelingt durch die Umwidmung der Ruine zur Gedenkstätte.
|
|
|
|
|
| 1966
Der
Rat der Stadt Dresden beschließt am 5. Mai, die seit 1963 von Rosenhecken
umgebene Ruine als Mahnmal für die Zerstörung von Dresden zu
gestalten.
Damit
ist der Trümmerberg der Frauenkirche als Bestandteil der Stadtplanung
anerkannt.
|
|
|
|
|
| 1982
Am
13. Februar rufen Dresdner Christen anlässlich des Jahrestages der
Zerstörung zu stillem Gedenken an den Trümmern auf. Die Kirchenruine
wird zu einem Symbol der Bürgerrechts- und Friedensbewegung in der
DDR.
|
|
|
|
|
| 1988
-1989
Die
Ruinenteile vom Nordwest Treppenturm werden statisch gesichert.
|
|
|
|
|
| 1990
Zum
45. Jahrestag der Zerstörung der Frauenkirche wendet sich am 13. Februar
eine Bürgerinitiative zum Wiederaufbau mit dem "Ruf aus Dresden" an
die Öffentlichkeit. Geleitet wird diese Bürgerinitiative von dem Trompetenvirtuosen Ludwig Güttler.
Am
31. August wird die Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der
Frauenkirche e.V. gegründet.
|
|
|
|
|
| 1991
Am
18. März votiert die Synode der sächsischen Landeskirche mit
46 Ja-Stimmen gegen 26 Nein-Stimmen für den Wiederaufbau. Am 23. November
konstituiert sich die Stiftung Frauenkirche.
|
|
|
|
|
| 1992
Am
20.Februar stimmt die Versammlung der Dresdner Stadtverordneten dem Wiederaufbau
zu. Beim Bauaufsichtsamt wird am 22. Juli der Antrag zur Genehmigung des Wiederaufbaus
eingereicht. Am 1. Oktober beginnt die Einrichtung der Baustelle.
|
|
|
|
|
| 1993
Am
4. Januar beginnt die archäologische Enttrümmerung von etwa 22.000
Kubikmetern Steinen und Schutt. Das Ziel war möglichst viel Originalmaterial
zu retten. Am 12. Februar wird die Baustelleneinrichtung eingeweiht. Die
Stadt Dresden erteilt am 27. März die Genehmigung zum Wiederaufbau
der Frauenkirche. Am 1. Juni wird das alte Turmkreuz mit dem zugehörigen Knauf geborgen,
im Oktober wird der barocke Altar von 1739 freigelegt. Zur
ersten Weihnachtsvesper seit 49 Jahren versammeln sich am 23. Dezember 50.000
Menschen auf dem Platz vor der Ruine. |
|
|
|
|
|
| 1994
Am
11. Mai wird das Grabmal des Erbauers George Bähr unter den Trümmern
gefunden.
Bis
zum 24. Mai ist der 13 Meter hohe Trümmerberg abgeräumt. 8.390
Außenfassadensteine und 97.000 Hintermauerungssteine sind geborgen,
katalogisiert und zur Wiederverwendung in Regalen gestapelt. Am
27. Mai beginnt der Wiederaufbau mit dem Versetzen des untersten Steins
im nördlichen Türgewände vom Südost-Eingang. |
|
|
|
|
|
| 1995
Zum
50. Jahrestag der Zerstörung am 13. Februar sagt der Herzog von Kent
als Vertreter der britischen Krone ein neues Turmkreuz zu.
|
 |
 |
|
|
|
|
| 1996
Das
270 Tonnen schwere Wetterschutzdach wird errichtet.
Auf
Krahnbahnschienen verfahrbare Einträgerbrücken mit Laufkatze
ersetzen die bislang eingesetzten Turmdrehkräne.
|
 |
 |
| Am
23. Mai 1996 wird der Schlussstein der wiedererrichteten Kellergewölbe
versetzt. Am 21. August wird die Unterkirche geweiht. |
 |
 |
|
|
|
|
| 1997
Der
Bau der Innenpfeiler wird begonnen. Das Wetterschutzdach wird hydraulisch
in 5- Zentimeter-Schritten weiter angehoben.
|
|
|
|
|
| 1998
Das
Wetterschutzdach wird im Juli auf 33,50 Meter Höhe angehoben.
Die
ersten Emporen werden segmentweise aus vorgefertigten Stahlkonstruktionen
montiert.
|
|
|
|
|
|
| 1999
Vom
18.April 1997 bis 31. März 1999 ist der Kirchenbau von 8,10 Meter
auf 24,30 Meter gewachsen.
9
Monate Vorsprung im Zeitplan.
|
|
|
|
|
| 2000
Am
13. Februar übergibt Herzog von Kent das Turmkreuz im Wert von 500.000
Euro. Am 1. Dezember findet nach 55 Jahren wieder der erste Gottesdienst im Hauptraum
der Kirche statt. |
 |
|
|
|
|
| 2001
Am
29. Juni wird der letzte Stein des oberen Druckringes der Innenkuppel gesetzt.
Damit ist der Kirchenraum rohbaufertig fertig. |
|
|
|
|
| 2002
Das
Wetterschutzdach steht bereits auf 57 Meter Höhe. Im November schon
auf 68 Meter.
|
|
|
|
|
|
| 2003
Am
4. Mai findet die Weihe der sieben in Bad Friedrichshall in Baden-Württemberg
neu gegossenen Glocken auf dem Schlossplatz statt. Am 7. Juni, am Vorabend
des Pfingstfestes, läuten erstmals nach 58 Jahren wieder die Glocken
der Frauenkirche. |
 |
 |
|
|
|
|
| 2004
Am
13. April wird in 78 Metern der letzte Stein gesetzt. Im Beisein des Herzogs
von Kent wird am 22. Juni die Turmhaube mit dem Strahlenkreuz aufgesetzt.
Mitte Juli fallen die letzten Gerüste an dem 91,24 Meter hohen Bauwerk.
Damit ist der äußere Wiederaufbau beendet. |
|
|
|
|
|